MEINE AUSWAHL AN PRESSESTIMMEN

über Je­sper Juul, seine Ar­beit und Ideen, zum Thema Be­zie­hun­gen in Fa­mi­lien und über die Her­aus­for­de­run­gen und Mög­lich­kei­ten von Ki­Tas so­wie den KiTa-Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern.

Ich bin froh, dass mitt­ler­weile so of­fen über diese The­men ge­spro­chen und ge­schrie­ben wird. Auf die­ser Seite füge ich meine Aus­wahl an Pres­se­stim­men, mit ei­ner per­sön­li­chen Be­mer­kung, zu­sam­men.

 

Pia Wei­bel — Be­ra­te­rin für Fa­mi­lien und Ki­tas nach Je­sper Juul

Pressestimmen PiaWeibel3

Blog­bei­trag

von Mar­cus Rait­ner — 21.01.2020

Füh­rung fin­det in und durch Be­zie­hun­gen statt

  • Diese Be­zie­hun­gen kön­nen mit Angst oder mit Gleich­wür­dig­keit er­füllt sein. Un­ab­hän­gig da­von, ob diese Be­zie­hun­gen in Fa­mi­lien oder in Or­ga­ni­sa­tio­nen statt­fin­den.
  • Angst­kul­tur führt zwar zu Ge­hor­sam, ist aber Gift für Ei­gen­ver­ant­wor­tung und Krea­ti­vi­tät.
  • Fa­mi­lien leh­nen streng au­to­ri­täre auf Angst ba­sie­rende Er­zie­hung mehr­heit­lich ab. In Or­ga­ni­sa­tio­nen wird noch zu we­nig auf die Qua­li­tät der Be­zie­hun­gen ge­ach­tet, dass diese nicht mit Angst, son­dern mit Gleich­wür­dig­keit auf­ge­baut wer­den soll­ten.

In­ter­view

mit Heidi Si­moni in #12 — Die Story des Ta­ges

Diese Aus­sa­gen sind mir auf­ge­fal­len:

  • Die Zahl ent­deck­ter Kin­des­miss­hand­lun­gen bleibt in der Schweiz trotz vie­ler Prä­ven­ti­ons­mass­nah­men hoch
  • Es be­steht wei­ter­hin eine ge­wisse Über­for­de­rung und El­tern lei­den un­ter ei­nem gros­sen Druck im­mer und über­all funk­tio­nie­ren zu müs­sen
  • Es be­frem­det ei­ner­seits, dass die Schweiz nicht stim­mige Struk­tu­ren für die Ver­ein­bar­keit von Fa­mi­lie und Be­ruf fin­det und an­de­rer­seits, dass die Schweiz keine stim­mi­gen Rah­men­be­din­gun­gen für das Auf­wach­sen jun­ger Kin­der und die Ver­ein­bar­keit von Fa­mi­lie und Er­werbs­ar­beit fin­det.

News SRF

KiTa-Per­so­nal hat ge­nug. Viel Ver­ant­wor­tung, we­nig Lohn.

SRF-Ren­dez-vous vom 05.02.2020

Kurz zu­sam­men­ge­fasst

  • Das Pro­blem: Zu we­nig qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal und ein tie­fer Lohn von 4200 Fran­ken für eine 100-Pro­zent-Stelle – mit mehr­jäh­ri­ger Be­rufs­er­fah­rung.
  • «Es ist nicht so, dass es zu we­nig Per­so­nal oder gut aus­ge­bil­dete, junge Nach­wuchs­kräfte gibt. Aber die Ar­beits­be­din­gun­gen, der Lohn und die Mög­lich­kei­ten für Wei­ter­bil­dun­gen seien für junge Be­rufs­leute nicht sehr an­spre­chend».
  • Klar ist: Wenn es in den Ki­tas nicht zu ei­nem flä­chen­de­cken­den Per­so­nal­man­gel kom­men soll, dann müs­sen mehr Be­treu­ungs-Fach­per­so­nen in ih­rem Be­ruf blei­ben.

Blog Ar­ti­kel

Wer ist mein Kind über­haupt?

Von Maya Risch in www.familienleben.ch

 

Manch­mal lohnt es sich in Kon­flikt­si­tua­tio­nen ei­nen an­de­ren Blick­win­kel ein­zu­neh­men.

  • Denn wir ver­lie­ren den Be­zug zum Mo­ment, in­dem wir de­fi­nie­ren wie un­ser Kind ist und zu sein hat. Wenn diese Pro­phe­zei­un­gen nicht zu­tref­fen führt es dazu, dass wir auf­hö­ren uns zu in­ter­es­sie­ren, wer un­ser Kind ge­rade in die­ser Phase ist.
  • Um das Mit­ein­an­der auf­zu­bauen ist es Zeit das Kind aus ei­nem neu­tra­len und wohl­wol­len­den Blick­win­kel zu be­trach­ten und ihm da­von zu er­zäh­len. Ge­sprä­che sind der Schlüs­sel zum Er­folg.
  • In dem Ar­ti­kel gibt es 8 Fra­gen, die uns hel­fen die Be­zie­hung an­ders zu be­trach­ten.

Be­richt

KiTa mit Sel­ten­heits­wert

Kann Mann ma­chen

Von Phil­ipp Ayounou in spiegel.de vom 17.08.2019

Män­ner in Ki­Tas — ein heis­ses Thema, auch in der Schweiz

Laut Ko­or­di­na­ti­ons­stelle “Män­ner in Ki­tas” sind ak­tu­ell 94 Pro­zent al­ler Kita-Mit­ar­bei­ten­den Frauen. Da­bei ist längst be­legt, wie wich­tig männ­li­che Be­zugs­per­so­nen in der früh­kind­li­chen Er­zie­hung sind. Eine nor­we­gi­sche Stu­die etwa stellte fest, dass Kin­der aus Ein­rich­tun­gen mit über­durch­schnitt­li­chem Män­ner­an­teil bes­sere schu­li­sche Leis­tun­gen zei­gen.

News SRF

Die Qua­li­tät der Schwei­zer Ki­Tas ist sehr hoch

SRF Ta­ges­schau vom 13.09.2019

Scha­den Ki­Tas der Ent­wick­lung ei­nes Kin­des?

Die­ser Frage ist ein Team um Ent­wick­lungs­psy­cho­loge Mo­ritz Daum von der Uni­ver­si­tät Zü­rich nach­ge­gan­gen. Seine wich­tigs­ten Ant­wor­ten auf diese span­nende Frage:

  • Für mich ist es sehr schön und wich­tig zu se­hen, dass es kei­nen Un­ter­schied macht, ob ein Kind zu Hause oder in ei­ner Kita be­treut wird. Die­ses Re­sul­tat über­rascht mich nicht, die Qua­li­tät von Ki­tas in der Schweiz ist über­wie­gend sehr hoch
  • Die Be­treu­ung in der Kita ist der Be­treu­ung durch die Mut­ter oder den Va­ter eben­bür­tig. Dar­auf deu­ten die Da­ten der Stu­die hin. Denn das Kind ent­wi­ckelt sich dann gut, wenn es Auf­merk­sam­keit er­hält, wenn es ge­nü­gend und viel­fäl­tige Lern­mög­lich­kei­ten hat, also auch mal den Tag draus­sen ver­brin­gen kann, wenn es in­ter­agiert und sich je­mand um das Wohl des Kin­des küm­mert.
  • Nicht die Zeit an sich, die man mit dem Kind ver­bringt, ist ent­schei­dend für eine gute Be­zie­hung zu ei­ner Be­zugs­per­son, son­dern die Qua­li­tät der In­ter­ak­tion.

In­ter­view

Eine KiTa-Lei­te­rin spricht über hys­te­ri­sche El­tern, Quers­ein­stei­ger und die Ab­gründe ih­res Jobs. In Die Zeit vom 24. Ok­to­ber 2019

Kön­nen Ki­Tas so funk­tio­nie­ren?

Über­be­las­tun­gen, wie in die­sem Ar­ti­kel be­schrie­ben, kom­men bei uns in der Schweiz, zum Glück, nicht vor. Nichts­des­to­trotz ha­ben ei­nige Aus­sa­gen mein In­ter­esse ge­weckt:

  • Leis­tungs­druck:

    Ei­ner­seits hat der Leis­tungs­druck un­ter den El­tern ex­trem zu­ge­nom­men und an­de­rer­seits sor­gen sich El­tern, ver­ständ­li­cher­weise, sehr um ihr Kind. Sie fra­gen sich, ob es in der Schule mit­kom­men wird, und stel­len For­de­run­gen, wie Eng­lisch­un­ter­richt in der Kita oder ex­terne Sport­an­ge­bote wie Kin­de­ryoga. Die El­tern ha­ben teil­weise so große Angst, dass sie ih­ren Vier­jäh­ri­gen das Rech­nen bei­brin­gen.

  • Was macht gute Er­zie­he­rin­nen und Er­zie­her aus:

    Lie­be­volle Strenge ge­paart mit Mu­si­ka­li­tät und Krea­ti­vi­tät: Das ist mei­ner Er­fah­rung nach die ge­heime Mi­schung, die bei Kin­dern be­son­ders gut an­kommt. Ich bin kein Freund von vie­len und vor al­lem un­sin­ni­gen Re­geln. Klare Gren­zen und Struk­tu­ren, in­ner­halb de­rer sich die Kin­der si­cher und un­ge­zwun­gen be­we­gen kön­nen, halte ich hin­ge­gen für ab­so­lut sinn­voll und un­ab­ding­bar.

  • Die Er­war­tun­gen der El­tern in der Rea­li­tät:

    El­tern er­war­ten, dass die Ab­läufe in der Kita funk­tio­nie­ren. Hat ein Kind aber nie ge­lernt, sich auch mal zu­rück­zu­neh­men und zu­zu­hö­ren, dann wird es das in der Kita auch nicht tun. Und hier ist der Er­zie­her ge­for­dert. Je ru­hi­ger der Er­zie­her ist, desto ru­hi­ger ist das Kind. Am An­fang ei­nes Be­rufs­le­bens hat nie­mand diese Ruhe, weil man al­les rich­tig ma­chen will.

Blog Ar­ti­kel

10 Jahre vor­le­sen — Eine Er­folgs­ge­schichte für die ganze Fa­mi­lie

Die An­ge­lo­nes  vom 1. März 2020

Alt­be­währ­tes wei­ter­füh­ren, da­von bin ich über­zeugt.

  • Durch in­ten­si­ves Zu­sam­men­sein schaf­fen sie prä­gende Kind­heits­er­in­ne­rung.
  • Das Vor­le­sen ist laut Ex­per­ten nicht nur be­ru­hi­gend, son­dern stärkt das Band zwi­schen Kind und El­tern. Aus­ser­dem ist es ein Schlüs­sel­fak­tor für eine er­folg­rei­che Le­se­för­de­rung.
  • Zum Bei­spiel mit ei­nem Ri­tual wie Gute-Nacht-Ge­schichte oder 10 Mi­nu­ten am Tag mit ei­nem Raschel‑, Bil­der oder Duft Buch die Welt der Bü­cher ent­de­cken.