Paarbeziehung ist ständig gefordert
Die Paar­be­zie­hung ist für Men­schen, die Paare aus­ma­chen, aber auch für alle Men­schen, die mit die­sen Paa­ren zu tun ha­ben, im­mens wich­tig. Sie muss ge­pflegt und auf­recht er­hal­ten wer­den.

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1. Die Qua­li­tät der Paar­be­zie­hung ent­schei­det über die Stim­mung und die At­mo­sphäre in der Fa­mi­lie.

Ge­sunde Paar­be­zie­hun­gen sind für Men­schen, die Paare aus­ma­chen, aber auch für alle Men­schen, die mit die­sen Paa­ren Kon­takt ha­ben, im­mens wich­tig. Viel­leicht ver­lei­tet uns die Co­rona-Krise mehr und of­fe­ner über mög­li­che Pro­bleme in Be­zie­hun­gen und so­mit auch in Fa­mi­lien zu spre­chen. Die auf­ge­zwun­gene Nähe, die Un­mög­lich­keit aus­zu­bre­chen und sich ab­zu­gren­zen, die vie­len Un­si­cher­hei­ten, die mit die­ser Zeit ein­her­ge­hen, sind si­cher­lich Grund da­für. Da­bei darf aber nicht ver­ges­sen ge­hen, dass diese Pro­bleme schon vor der Co­rona-Krise da wa­ren.

Die Qua­li­tät der Paar­be­zie­hung hat mit vie­len Fak­to­ren zu tun. Dazu ge­hö­ren ge­mein­sam La­chen und sich an Mo­mente er­in­nern, ein­an­der ver­trauen, sich mit­ein­an­der wohl­füh­len, zu­ein­an­der ge­hö­ren und noch viel mehr. Diese Qua­li­tät ver­än­dert sich au­to­ma­tisch und ohne un­ser Zu­tun mit den Jah­ren, denn die Men­schen, die eine Be­zie­hung füh­ren, ver­än­dern sich. Diese Ver­än­de­run­gen wir­ken sich zwangs­läu­fig auch die Be­zie­hun­gen, die wir füh­ren, aus.

Je­der kann mehr zu Ge­bor­gen­heit, In­ti­mi­tät, Si­cher­heit, ge­mein­sa­men Wachs­tum und Ent­fal­tung bei­tra­gen, als er oder sie glaubt. Die Ver­ant­wor­tung für ge­sunde Paar­be­zie­hun­gen liegt bei den Be­tei­lig­ten und nur bei ih­nen. Set­zen Sie sich kon­struk­tiv mit Ih­rer Part­ner­schaft und Ih­rer Be­zie­hung aus­ein­an­der. Ar­bei­ten Sie be­wusst an Ih­rer Paar­be­zie­hung und stär­ken Sie diese. Pfle­gen Sie diese ak­tiv und be­hal­ten Sie die Qua­li­tät im Auge.

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2. Für die At­mo­sphäre in der Fa­mi­lie sind al­lein die Er­wach­se­nen ver­ant­wort­lich. Ge­fühle und Emo­tio­nen ge­hö­ren ebenso dazu wie Kör­per­spra­che und Ton­fall.

Ein­fa­cher ge­sagt als ge­tan. Viele Stu­dien be­le­gen, wie wich­tig ne­ben el­ter­li­cher Liebe, Er­zie­hung, För­de­rung und Für­sorge, die Qua­li­tät der Paar­be­zie­hung für die Ent­wick­lung von Kin­dern und für ihr Wohl­erge­hen sind. El­tern, die sich mit Liebe und Re­spekt be­geg­nen, schaf­fen eine «ge­sunde» At­mo­sphäre und die Grund­lage für ein si­che­res und sta­bi­les Um­feld für die Kin­der. Da­mit eine gute At­mo­sphäre ent­ste­hen kann, muss sich je­der sei­ner Ge­fühle und Emo­tio­nen, sei­ner Kör­per­spra­che und sei­nem Ton­fall be­wusst sein.

Und klar, zu die­ser At­mo­sphäre ge­hö­ren auch Kon­flikte. So gut die Paar­be­zie­hung auch sein mag, es gab und gibt Kon­flikte. Wie sollte es auch an­ders sein, tref­fen doch un­ter­schied­li­che Be­dürf­nisse und Ziele auf­ein­an­der. Ge­le­gent­li­che Strei­te­reien sind un­pro­ble­ma­tisch. Pro­ble­ma­tisch wer­den erst Kon­flikte, die eine ge­sunde At­mo­sphäre gar nicht ent­ste­hen las­sen und diese mit Ne­ga­ti­vi­tät und Un­si­cher­heit be­herr­schen. Set­zen Sie Tech­ni­ken ein, um Ihre Paar­be­zie­hung zu stär­ken.

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3. Mit dem Zu­sam­men­le­ben ver­hält es sich wie mit dem Le­ben selbst – es kann nicht ge­plant, nur ge­lebt wer­den.

Wer hätte vor ein paar Mo­na­ten ge­glaubt, dass uns ein Vi­rus in un­se­rer Be­we­gungs­frei­heit ein­schrän­ken würde. Plötz­lich wur­den wir auf den Kern un­se­rer Fa­mi­lie re­du­ziert. Ge­nau diese Un­plan­bar­keit macht aber das Zu­sam­men­le­ben in der Fa­mi­lie aus. Viele Mo­mente sind nicht plan­bar und wer­den es auch nie sein. Heute geht es um ein Vi­rus, vor­letz­tes Jahr, war eine Sport­ver­let­zung, eine schlechte Note oder eine schlaf­lose Nacht, im­mer müs­sen wir uns an­pas­sen und das Beste aus die­ser Si­tua­tion ma­chen. Tun wir das nicht, wer­den Be­zie­hun­gen un­si­cher und un­zu­ver­läs­sig, für Wün­sche und Er­war­tun­gen ist kein Raum.

Las­sen Sie sich be­wusst auf diese Un­plan­bar­keit ein, er­war­ten Sie nicht, dass Sie von Un­vor­her­seh­ba­rem ver­schont blei­ben. Neh­men Sie die nicht plan­ba­ren Mo­mente an, drü­cken Sie Ihre Ängste und Sor­gen aus und bün­deln Sie Ihre Kräfte zum Le­ben.

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4. Das Zu­sam­men­spiel zwi­schen uns und den Men­schen, die uns am Her­zen lie­gen, kann ent­we­der das kon­struk­tivste oder das de­struk­tivste Ele­ment in un­se­rem Le­ben sein.

Klar, denn die vier apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter der Paar­be­zie­hung, die der ame­ri­ka­ni­sche For­scher John M. Gott­mann de­fi­nierte, schla­gen zu.

  • Kritik/Vorwurf: Schuld­zu­wei­sun­gen und An­klage, die ih­ren Hö­he­punkt in ei­ner ge­ne­rel­len Ver­ur­tei­lung der Per­son des Part­ners fin­den
  • Geringschätzung/Verachtung des Part­ners
  • Abwehr/Verteidigung mit Recht­fer­ti­gung und even­tu­ell so­gar Ver­leug­nung der ei­ge­nen An­teile, die den Kon­flikt auf­recht­erhal­ten
  • Rück­zug aus der Kom­mu­ni­ka­tion, häu­fig durch Schwei­gen.

Diese vier Ver­hal­tens­wei­sen be­schrei­ben die Art und Weise, wie Men­schen Kon­flikte lö­sen. Gott­mann hat diese Ver­hal­tens­wei­sen in um­fang­rei­chen Stu­dien de­fi­niert. Es ist auch er­wei­sen, dass diese Ver­hal­tens­wei­sen und das Ver­har­ren in die­sen zu de­struk­ti­ven Si­tua­tio­nen füh­ren kön­nen. Schaf­fen Sie es aber sich die­sen Ver­hal­tens­wei­sen be­wusst zu wer­den, sich so­gar da­von zu lö­sen und Kon­flikte in ei­ner po­si­ti­ven und un­ter­stüt­zen­den Art und Weise zu be­wäl­ti­gen, kön­nen kon­struk­tive Ele­mente ent­ste­hen.

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5. Häu­fig tra­gen wir zu we­nig Sorge für un­sere ei­ge­nen in­di­vi­du­el­len Gren­zen und Be­dürf­nisse und schie­ben an­de­ren da­für die Schuld in die Schuhe.

Wie der fran­zö­si­sche Au­tor Jac­ques Pré­vert tref­fend sagte: « il faud­rait es­sayer d’être heu­reux, ne se­rait-ce que pour don­ner l’exemple. » Ich stimme die­ser Aus­sage zu: Wir soll­ten ver­su­chen, glück­lich zu sein, und sei es nur, um ein Bei­spiel zu ge­ben. Und zum Glück­lich­sein ge­hö­ren in­di­vi­du­elle Gren­zen. Wenn an­dere oder wir selbst un­sere per­sön­li­chen Gren­zen miss­ach­ten, sind wir über­for­dert, wir kön­nen so­gar krank wer­den.

Of­fen ge­sagt ist es für uns alle schwie­rig Nein zu sa­gen. Wir wol­len Kon­flik­ten aus dem Weg ge­hen, An­er­ken­nung nicht ver­lie­ren, Er­war­tun­gen nicht ent­täu­schen und be­wei­sen, dass wir et­was schaf­fen kön­nen, auch wenn wir spü­ren, dass un­sere per­sön­li­chen Gren­zen über­schrit­ten wur­den. Seien wir ehr­lich, wie wol­len wir in Paar­be­zie­hun­gen Gren­zen zie­hen und durch­set­zen, wenn wir diese in an­de­ren Be­rei­chen des Le­bens nicht zie­hen kön­nen. Die Gründe, die uns hin­dern in Be­zie­hun­gen Gren­zen zu zie­hen, sind iden­tisch. Auch in Paar­be­zie­hun­gen geht es um An­er­ken­nung, um Kon­flikt­ver­mei­dung, um Ent­täu­schun­gen und Schwä­che. Zum Glück­lich­sein ge­hö­ren Gren­zen, ler­nen Sie diese zu zie­hen.

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Paarbeziehung
Ge­sunde Paar­be­zie­hun­gen sind die Grund­lage für ein emo­tio­nal sta­bi­les und si­che­res Um­feld für Sie und für Ihre Kin­der.

Sind Sie auch da­von über­zeugt, dass ge­sunde Paar­be­zie­hun­gen Grund­lage für ein emo­tio­nal sta­bi­les und si­che­res Um­feld für Sie und für Ihre Kin­der sind? Ha­ben Sie in den letz­ten Wo­chen und Mo­na­ten das Ge­fühl, dass Sie Ihre Paar­be­zie­hung jus­tie­ren soll­ten, da­mit diese den Er­war­tun­gen und Wün­sche al­ler ge­recht wer­den kann? Hier setzt meine Paar-Be­ra­tung nach Je­sper Juul an. Paar-Be­ra­tung ist so in­di­vi­du­ell wie Paare ein­zig­ar­tig sind. Ge­mein­sam mit Ih­nen er­ar­beite ich Mög­lich­kei­ten mit Ih­ren The­men um­zu­ge­hen. The­men wie Still­stand in Ih­rer Be­zie­hung, un­er­füll­ter Kin­der­wunsch, Krank­heit ei­nes Part­ners, Sei­ten­sprung, Spa­gat zwi­schen Be­ruf und Fa­mi­lie, Kon­flikte, Vor­würfe oder Ver­let­zun­gen und Di­stanz.

Wir stre­ben ge­mein­sam das Ziel an, si­chere und zu­ver­läs­sige Be­zie­hun­gen auf­zu­bauen und zu er­hal­ten.

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Kon­tak­tie­ren Sie mich für ein un­ver­bind­li­ches Ge­spräch, um Ihre Paar­be­zie­hung zu stär­ken.